Unsere Gemeinde

Daten und Fakten:

Steckbrief

 

Postleitzahl:

9832

Telefonvorwahl:

04823

Politischer Bezirk:

Spittal an der Drau

Fläche:

96,39 km²

Einwohner:

1537 (17.12.2019)

Seehöhe:

850 m (im Ortszentrum)

Höchster Punkt:

2749 m

Tiefster Punkt:

747 m

Niederschläge:

878,1 mm Jahresdurchschnitt

 

Ortschaften

  • Latzendorf
  • Schwersberg
  • Gußnigberg
  • Stieflberg
  • Berg ob Stall
  • Sonnberg
  • Pußtratten
  • Untersteinwand
  • Obersteinwand
  • Sagas
  • Wöllatratten
  • Rakowitzen
  • Gößnitz
  • Stadlberg

 

Katastralgemeinden

Stall, Sonnberg, Gößnitz

 

Geographische Charakteristiken

Die Gemeinde Stall liegt in der Mitte des Mölltales. Das dicht bewaldete Gemeindegebiet wird im Norden von der Goldberggruppe und im Süden von der Kreuzeckgruppe umrahmt. Stall grenzt an 7 andere Gemeinden, Rangersdorf, Mörtschach, Flattach, Obervellach, Reißeck, Greifenburg und Dellach.

 

Wirtschaftliche Charakteristiken

Die Agrarwirtschaft ist der dominierende Wirtschaftszweig in der Gemeinde Stall. Neben einigen Kleinbetrieben wie Kaufhäusern, Postpartner, Bank, KFZ-Werkstätte, Erdbewegungsunternehmen, Installationen steht auch ein praktischer Arzt zu Verfügung.

 

Auch der Fremdenverkehr entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor. Deshalb haben sich auch viele Bewohner dieser neuen Anforderung gestellt, sodass heute jeder Gast zwischen netten und gut geführten Gasthäusern, Pensionen und Privatunterkünften wählen kann und überall freundliche Aufnahme findet.


Eintrag von www.kommunalnet.at:

 

 

Nur ein Stall blieb übrig!

Die Gemeinde Stall verdankt ihren Namen offenbar einer Naturkatastrophe. Wir haben nachgefragt.

 

Wer suchet, der findet- so heißt es. Wir haben für unsere Panorama-Serie im schönen Kärnten gesucht und wieder einen ungewöhnlichen Gemeindenamen gefunden. Herzlich Willkommen in der rund 1.610 Einwohnergemeinde Stall.

Erste urkundliche Erwähnung im Jahre 957

Die idyllische Gemeinde Stall liegt im Bezirk Spittal an der Drau und befindet sich im mittleren Mölltal. Stall wird im Norden von der Goldberggruppe und im Süden von der Kreuzeckgruppe umschlossen. In einer Freisinger Urkunde wurde die Pfarre von Stall erstmals 957 erwähnt. Der Ort blickt somit auf einen 1.000-jährigen Bestand zurück. Die frühe Benennung wird auf die zeitige Besiedelung des Gebiets zurückgeführt, da im achten und neunten Jahrhundert der Gold- und Silberbergbau begann, der seine Hochblüte im 15. und 16. Jahrhundert in den Hohen Tauern erreichte.

Einer Sage nach wurden der ehemalige Ort Wildegg und die dortige Kirche nach einem heftigen Unwetter zerstört. Nach einem Bergsturz blieb nicht mehr übrig als ein Stallgebäude. Genau diesem zähen, kleinen Stall verdankt der Ort seinen Namen. In den Jahren darauf wurde das Gebiet immer wieder von schweren Unwettern und schrecklichen Vermurungen heimgesucht, weshalb diese Überlieferung wohl der Wahrheit entspricht.

Eine Kirche mit Geschichte

Die Kirche von Stall wurde urkundlich zum ersten Mal im Jahre 1336 erwähnt. Das Kirchengebäude, so wie es heute in Stall steht, ist nicht das Original. Zuletzt wurde es am 31. August 1825 durch eine Brandkatastrophe zerstört. Das Gotteshaus brannte lichterloh und drohte einzustürzen, deshalb war es nicht möglich die kostbare Kanzel und die Altäre zu retten. Die Glocken schmolzen dahin und auch das Turmdach brach nieder. Doch ein kleiner Trost blieb, denn wertvolle Statuen aus dem 16. und 17. Jahrhundert konnten aus den Trümmern geborgen werden. Sechs Jahre später, am 21. August 1831, wurde die Pfarrkirche wieder aufgebaut und neu eingeweiht. Die geretteten Statuen befinden sich noch heute in der Kirche.

Die Bedeutung des Gemeindewappens

Wer das Wappen von Stall genauer betrachtet, findet darauf die Geschichte der Gemeinde. Im April 1977 beschloss der Gemeinderat bei der Kärntner Landesregierung ein Gemeindewappen anzusuchen. Schon damals waren sich alle einig, dass das Wappen jede Besonderheit der 1.000-jährigen Gemeinde enthalten soll. So entstand ein Wappen mit einem goldenen Mölltaler Stall auf grünem Grund und darunter eine goldene Ähre mit 15 Körner. Der goldene Stall erinnert an die Sage über die Entstehungsgeschichte von Stall. Der grüne Hintergrund mit goldener Ähre verweist auf die dominierende Agrarwirtschaft und die 15 Körnern symbolisieren die 15 Ortschaften. Das schimmernde Gold der Wappenfiguren repräsentiert den drei Jahrhunderte dauernden Goldbergbau in der Ortschaft. Am 20. Mai 1977 war es endlich so weit. Die Kärntner Landesregierung verlieh der Gemeinde Stall ihr Gemeindewappen.