Daten, Fakten, Geschichte

Postleitzahl:  9832
Telefonvorwahl:  04823
Politischer Bezirk: Spittal an der Drau
Fläche: 96,39 km²
Einwohner: 1868 (lt. Volkszählung 2001)
Seehöhe: 850 m (im Ortszentrum)
Höchster Punkt: 2749 m
Tiefster Punkt: 747 m
Niederschläge: Jahresdurchschnitt: 878,1 mm
Katastralgemeinden:
  • Stall
  • Sonnberg
  • Gößnitz
 Ortschaften: 
  • Latzendorf
  • Schwersberg
  • Gußnigberg
  • Stieflberg
  • Berg ob Stall
  • Pußtratten
  • Untersteinwand
  • Obersteinwand
  • Sagas
  • Wöllatratten
  • Rakowitzen
  • Gößnitz
  • Stadlberg
geographische Charakteristiken:
Die Gemeinde Stall liegt in der Mitte des Mölltales. Das dicht bewaldete Gemeindegebiet wird im Norden von der Goldberggruppe und im Süden von der Kreuzeckgruppe umrahmt.

wirtschaftliche Charakteristiken:
Die Agrarwirtschaft ist der dominierende Wirtschaftszweig in der Gemeinde Stall. Neben einigen Kleinbetrieben wie Kaufhäusern, Post, Bank, KFZ-Werkstätte, Erdbewegungsunternehmen, Installationen steht auch ein praktischer Arzt zu Verfügung. Auch der Fremdenverkehr entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor. Deshalb haben sich auch viele Bewohner dieser neuen Anforderung gestellt, sodaß heute jeder Gast zwischen netten und gut geführten Gasthäusern, Pensionen und Privatunterkünften wählen kann und überall freundliche Aufnahme findet.
aus der Geschichte:
Der Ort Stall kann auf eine lange und ereignisreiche geschichtliche Vergangenheit zurückblicken, dessen Bedeutung in einer zeitlich sehr frühen Besiedelung zum Ausdruck kommt und in uralten Flur- und Örtlichkeitsbezeichungen seinen 1000-jährigen Bestand nachweisen kann.
Der Grund für diese frühe Besiedelung dürfte wohl der im 8. und 9. Jahrhundert eingesetzte Gold- und Silberbergbau sein, welcher im 15. und 16. Jahrhundert seine Hochblüte in den Hohen Tauern erreichte.
Sowohl die Burg als auch die Kirche gehörten damals zu den ältesten christlichen Stützpunkten Kärntens. In einer Freisinger Urkunde aus dem Jahre 957 wurde die Pfarre erstmals urkundlich erwähnt. Einer Sage nach sollen die Kirche und der ehemalige Ort Wildegg bei einem fürchterlichen Unwetter vernichtet worden sein. Vom gesamten Ort dürfte nur ein Stallgebäude den Bergsturz überstanden haben.
Daraufhin erhielt der Ort den Namen Stall.
Das Gebiet wurde in der Folge immer wieder von gewaltigen Unwettern und Vermurungen heimgesucht und Überlieferungen haben gezeigt, dass die Entstehung des Ortes durchaus der Realität entsprechen kann.
Das heutige Gemeindegebiet von Stall umfasst 96,39 km² und besteht aus 15 Ortschaften.
Der großen Heimatliebe der Staller ist es zuzuschreiben, dass die Einwohnerzahl entgegen anderer Gebiete erfreulicherweise nicht allzu stark rückläufig ist.